Ertappen Sie sich auch manchmal bei diesem Gedanken ?


Wenn ich mich an meine Großmutter Anna (geb. 1909) denke, erinnere ich mich an eine sparsame Frau. Sie war sparsam, weil sie es sein musste. Der eigene Garten lieferte das saisonale Gemüse, Fleisch gab es eh nur einmal in der Woche und an große Reisen war nicht zu denken. Jedes Stück Papier wurde mehrfach genutzt und den täglichen Restmüll gab es so gut wie gar nicht. Aus heutiger Sicht lebte sie absolut nachhaltig. Was früher selbstverständlich war, wird heute zur großen Aufgabe. Diese Aufgabe haben auch wir bei der Auswahl unserer Stadtpatrioten und Stadtpatriotinnen vor Augen. So fahndet Colette auf Flohmärkten und bei Onlinemärkten nach Bademänteln, die sie mit viel Liebe zum Detail zum hippen Garde-Bademantel pimpt. Oder die Frotteehandtücher ihrer Oma werden zu jecken Narrenkappen umfunktioniert. Marion von Jecke Klamotten muss nur kurz ihrem Mann einen Wink geben, dass ihr die Krawatten ausgehen, und schon folgt innerhalb kürzester Zeit eine neue Lieferung ausgedienter Halsbinder. Diese bekommen dann in Form einer witzigen Narrenkappe ein zweites Leben eingehaucht. Barbaras Kokolores hat Nachhaltigkeit zum grundsätzlichen Thema gemacht. Jedes Einzelteil ist ein Second-Hand Produkt oder wird von Barbara selbst genäht. Auch einer ihrer Lieblingsorte ist der Trödel, hier sucht und findet sie neben der Kleidung Pferdchen, Ernie & Bert, Figürchen, Brokattischdecken und vieles mehr für ihre witzigen Dekos. Hans von Clownswear arbeitet fast ausschließlich mit seiner Basis, der 100%igen Baumwolle. Die Stoffe werden eigens für ihn im nahen europäischen Ausland hergestellt. Jeder Stoffrest wird verarbeitet, etliche kleine Schleifen, Flicken in Stern- und Herzform warten auf die Verewigung auf dem Clownskostüm. Noch nie hat er gehört, dass seine Kostüme aussortiert wurden, vielmehr werden sie vererbt und an neue glückliche Besitzer weitergereicht.

Wir sind froh, mit unseren Stadtpatrioten und Stadtpatriotinnen einen kleinen Schritt in eine nachhaltigere Zukunft gehen zu können und hoffen, dass auch Sie unsere „LocalHeros“ unterstützen.








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